Menschen um Luther


Katharina von Bora

Am 13. Juni 1525 heiratete Martin Luther die ehemalige Nonne Kathrin von Bora. Es war jedoch keine Heirat aus Liebe. Luther half Katharina und ein paar anderen Nonnen aus dem Kloster zu fliehen und verheiratete sie mit ehrwürdigen Männern. Nur Katharina konnte er nicht unterbringen. Da Luther aber selbst noch Junggeselle war, beschlossen sie kurzerhand zu heiraten. Sie kümmerte sich um das gesamte Gut und ihre Gäste. Katharina hatte 6 Kinder mit Martin Luther.

LutherroseKurfürst Johann der Beständige (1468-1532)

Mit seinem Bruder Kurfürst Friedrich der Weise (1463-1525) übernahm Johann derBeständige zunächst gemeinsam, nach dessen Tod dann allein die Regierung von Sachsen. Wie sein Beiname verrät, nahm er gegenüber der Reformation eine positive Haltung ein. Er war der Landesherr Martin Luthers und ihm und auch persönlich gewogen. Im Jahr 1527 wurde die Evangelisch-Lutherische Landeskirche gegründet, deren Landesbischof der Kurfürst selbst war.




Johann Friedrich der Großmütige (1503 - 1554)

Johann Friedrich der Großmütige war, wie vor ihm schon sein Onkel Friedrich der Weise und sein Vater Johann der Beständige, ein Förderer der Reformation. Johann Friedrich besuchte Martin Luther gegen Ende seines Aufenthaltes auf der Veste Coburg und schenkte ihm einen Siegelring mit dem Wappen der berühmten Lutherrose. Als Führer des Schmalkaldischen Bundes trat Johann Friedrich 1546/47 auch militärisch-politisch für die Reformation ein. Die Niederlage des Schmalkaldischen Bundes bedeutete für ihn den Verlust der Kurwürde und weiter Teile seines Herrschaftsgebietes einschließlich der Residenz- und Universitätsstadt Wittenberg. Johann Friedrich war der Vater von Herzog Johann Friedrich dem Mittleren von Sachsen (1529-1595), dessen Grabmahl sich der Coburger Morizkirche befindet, und Großvater von Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg (1564-1633).

Philipp Melanchthon

Philipp Melanchthon war Reformator, Theologe, Universitätsprofessor, Pädagoge und ein enger Freund Martin Luthers. Wie innig diese Freundschaft war, zeigt das Zitat Melanchthons: „Ich würde lieber sterben, als von diesem Manne getrennt zu sein.“ Er war auch einer seiner Reisebegleiter, als Luther in die Stadt Coburg reiste. Nach Luthers Tod wurde Melanchthon zum Wortführer der Reformation.

Justus Jonas der Ältere

Justus Jonas der Ältere war vielseitig begabt, ein Humanist, Kirchenlieddichter, lutherischer Theologe und Jurist. Im Jahr 1521 nahm er eine Stelle als Propst an der Wittenberger Schlosskirche an, dort lehrte er gemeinsam mit Luther als Professor der Theologie. Er war eine wichtige Persönlichkeit der Reformationszeit und trat vor allem durch Übersetzungen zu Martin Luthers und Philipp Melanchthons Schriften hervor. Bei rechtlichen Angelegenheiten diente er den Reformatoren als Jurist.

Lucas Cranach der Ältere

Die Veste Coburg – Auftakt einer Hofkünstlerkarriere: Im August 1506 trifft Lucas Cranach d. Ä. zu einem halbjährigen Jagdlager in Coburg ein. Er residiert auf der Veste, sie beherbergt heute etwa 35 Gemälde Cranachs und seiner Werkstatt sowie nahezu vollständig sein druckgraphisches Werk.
In den „Lutherzimmern“ (Aufenthaltsort des Reformators im Jahre 1530), in der Präsentation altdeutscher Malerei aus der Sammlung Georg Schäfer, wo Cranach mit Dürer und Grünewald zusammen hängt, dem famosen Dreigestirn der deutschen Kunst zu Beginn des 16. Jahrhunderts, und im Wohnzimmer des letzten regierenden Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha, das wegen seiner Ausstattung früher auch „Cranachzimmer“ genannt wurde.
Mehr dazu unter www.wege-zu-cranach.de

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