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Chronik von Coburg

01 chronik coburg

Zeittafel:

    Vor- und Frühgeschichte
 1000 v. Chr.
  Ausgrabungen auf dem Festungsberg erweisen bereits Besiedlung, die bis in das Jahr 1000 v. Chr. zurückreichen. 
um 800   Das Land um das heutige Coburg ist Teil des "fränkischen Grabfeldgaues".
    Mittelalter
1056
  Erstnennung der Bezeichnung "Coburg" ("mons-coburg": damit ist der Festungsberg gemeint) in einer Schenkungsurkunde der Polenkönigin Richeza, aus der Familie der Pfalzgrafen von Lothringen, die in Saalfeld und Coburg Heiratsgüter besaß. Die Echtheit dieser Urkunde ist strittig.
1207
  Eine Urkunde verweist auf "castrum choburg" (castrum = Burg)
1217
  Coburg wird urkundlich als "universum burgum choburg", also als Stadt bezeichnet. Die alte Bezeichnung Trufalistat für die Ansiedlung im Tal wurde seit dieser Zeit nicht mehr erwähnt.
1248
  Mit dem Aussterben der Andechs-Meranier, die hier Zehntrechte hatten, geht Coburg (Stadt und Burg) in den Besitz der Grafen von Henneberg über. Das erste Stadtwappen trägt die "Henne auf dem Berg".
1250/1257
  Gründung und Bau eines Franziskanerklosters an Stelle einer untergegangenen Talburg. Heute steht hier die Ehrenburg.
1272
  Eine in Coburg ausgestellte Urkunde trägt das älteste Stadtsiegel: „Sigillum civitatis in Koburch“, das einen Turm mit Wehrmauer zeigt, auf der eine Henne steht.
1310-1586
  Erbauung der St.-Moriz-Kirche (geweiht dem hl. Mauritius) als Hauptkirche der Stadt, an Stelle einer bereits seit ca. 1217 stehenden Vorgängerkirche.
1312 (1317)
  Das Coburger Land kommt erneut in den Besitz der Henneberger.
1323   Erste urkundliche Erwähnung der St.-Moriz-Kirche (geweiht dem hl. Mauritius) als Hauptkirche der Stadt; ein romanischer Vorgängerbau wird ab 1380 im Baustil der Gotik erneuert. Um 1520 wird das Langhaus neu gebaut.
1331
  Coburg wird durch Kaiser Ludwig, dem Bayern, das Stadtrecht nach Schweinfurter Vorbild verliehen.
1353
  Coburg geht in Erbfolge (Heirat der Katharina von Henneberg-Schleusingen mit Friedrich III. von Meißen) an die Marktgrafen von Meißen aus dem Hause Wettin (Herzöge zu Sachsen). Die Stadt trägt von nun an den "Meißener Löwen" im Stadtwappen.
1380
  Erstmals taucht der Mohrenkopf (St. Mauritius), das heutige Stadtwappen, auf einer Münze auf.
1485
  Coburg fällt aufgrund der "Leipziger Erbteilung" an Kurfürst Ernst von Sachsen.
    Frühe Neuzeit
1530
  Martin Luther wohnt während des Reichstages in Augsburg von April bis Oktober auf der Veste Coburg. Vor diesem Hintergrund erhält die Stadt Coburg im Jahr 2015 den Titel „Reformationsstadt Europas“.
1542   Coburg wird unter Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg erstmalig Residenzstadt. Damit einher geht der Bau des Residenzschlosses Ehrenburg ab 1543. Mit dem Tod des kinderlosen Johann Ernst endet Coburgs erste Dekade als Residenzstadt im Jahr 1553.
1543
  Die erste Apotheke (die heutige Hofapotheke) wird am Marktplatz eröffnet.
1543-1549
  Das ehemalige Franziskanerkloster am heutigen Schlossplatz verfällt nach seiner Selbstauflösung 1525 im Zuge der Reformation. Aus den Resten entsteht ein Residenzschloss, das - angeblich durch Kaiser Karl V. - den Namen Ehrenburg verliehen bekam, da zu dessen Errichtung keine „Fronarbeit“ geleistet werden musste.
1576/1579
  Bau eines neuen, erweiterten Rathauses im Bereich der Ketschengasse / Markt. Das Alte Rathaus steht seit ca. 1455 am Markt. Ein älteres Rathaus (1402) könnte bereits in der Steingasse gestanden haben.
1572-1633
  Coburg wird Residenz und Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Coburg-Eisenach. Für die beiden minderjährigen Herzöge Johann Ernst und Johann Casimir übernimmt Kurfürst August von Sachsen die Vormundschaft. Ab 1596 übernimmt Johann Casimir die alleinige Regierung in Sachsen-Coburg. Unter seiner Regierung erlebt die Residenzstadt Coburg ihre erste kulturelle Hochblüte mit einer regen Bautätigkeit. Aber auch die Zeit der Hexenverfolgungen fällt in die Regentschaft Johann Casimirs. Zwischen 1612 und 1632 wurden 39 Frauen, 1 Mann und 1 Knabe wegen Hexerei hingerichtet. Im ganzen Fürstentum waren es weitaus mehr.
1597-1601   Neubau der Regierungskanzlei (heute Stadthaus) am Marktplatz.
1605   Das Gymnasium Casimirianum, benannt nach seinem Stifter Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg wird eröffnet. Nach einer kurzen Phase als „Coburger Universität“ (1705-1723) ist es bis heute eines der insgesamt vier Coburger Gymnasien.
1632   Wallenstein dringt in die Stadt ein und belagert erfolglos die Veste Coburg.
1680   Coburg wird wieder herzogliche Residenz.
1689   Die Ehrenburg brennt teilweise nieder und wird ab 1690 wieder aufgebaut.
    Neuzeit
1813/1815   Während der „Befreiungskriege“ von Napoleons Herrschaft über Europa besetzen französische Truppen Coburg. Durch Intervention von Prinz Friedrich Josias unterbleiben jedoch Plünderungen.
1816-1840   Neugestaltung des Residenzschlosses Ehrenburg, insbesondere seiner Fassade, und Gestaltung des Schlossplatzes im Stil der Neugotik und nach Entwürfen Karl-Friedrich Schinkels (1810).
1816/1817   Der Hofgarten wird zum englischen Landschaftspark umgestaltet.
    Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha
1826   Nach dem Aussterben der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg 1825 kommt es zur letzten ernestinischen Teilung. Herzog Ernst I. erhält das Herzogtum Gotha, da er mit Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg verheiratet war. Im Gegenzug verzichtet er auf das Fürstentum Saalfeld, das an Meiningen fällt. Der neu entstandene Staat ist ein Doppelherzogtum mit dem Namen Sachsen-Coburg und Gotha und wird in Personalunion von Herzog Ernst I. regiert.
1831   Prinz Leopold, ein Bruder des regierenden Coburger Herzogs Ernst I., wird König der Belgier.
1837   Grundsteinlegung des Hoftheaters (heutiges Landestheater). Einweihung am 17. September 1840.
1840   Prinz Albert, ein Sohn von Herzog Ernst I., heiratet seine Cousine Königin Victoria von Großbritannien und Irland und wird später Prinzgemahl.
1860   Erstes Deutsches Turn- und Jugendfest und Gründung des Deutschen Turnerbundes in Coburg. 1. Generalversammlung des Deutschen Nationalvereins.
1862   Am 21. September Gründung des Deutschen Sängerbundes in Coburg.
1865   Enthüllung des Denkmals für Prinzgemahl Albert, der 1861 verstorben war, auf dem Marktplatz in Anwesenheit von Königin Victoria, ihrer Kinder und vieler weiterer Festgäste.
1886   Walzerkönig Johann Strauß kommt von Wien nach Coburg und wird Coburger Bürger. Das hat vor allem pragmatische Gründe: Hier kann er sich von seiner zweiten Frau scheiden lassen, um kurze Zeit später seine dritte Ehefrau, Adele, in der Schlosskirche der Ehrenburg zu heiraten.
1894   Königin Victoria von England, der Deutsch Kaiser Wilhelm II., der spätere Zar Nicolaus II. von Russland mit seiner zukünftigen Gemahlin Alix von Hessen und weitere Persönlichkeiten dieser Zeit treffen sich anlässlich der Hochzeit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt mit Victoria Melita von Sachsen-Coburg und Gotha, in Coburg.
1914   Bau des naturwissenschaftlichen Museums im Hofgarten. Das heutige Naturkundemuseum zeigt seinen Besuchern etwa 700.000 Sammlungsstücke auf einer Ausstellungsfläche von 2.400 qm.
1918   Ende der Monarchie auch in Coburg; Regierungsverzicht des letzten Herzogs Carl Eduard am 13. November.
    Freistaat Coburg und Anschluss an Bayern
1918-1920   Nach Ende der Monarchie bleibt Coburg kurze Zeit als „Freistaat Coburg“ selbstständig. Mit Verfassung, Parlament und Regierung verfügte er über alle Merkmale von Staatlichkeit, war aber seit dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung, die an der Staatenbindung des Kaiserreiches festhielt, reichsrechtlich nicht existent. Auch wirtschaftlich konnte die Selbstständigkeit nicht aufrechterhalten werden.
1920   Nach Volksentscheid am 30. November 1919 schließt sich der „Freistaat Coburg“ am 1. Juli an den Freistaat Bayern und nicht an Thüringen an. Ein Staatsvertrag regelt 1920 die gegenseitigen Verpflichtungen der beiden Staaten.
    Zeit des Nationalsozialismus
1922   Im Vergleich sehr früh werden in Coburg antisemitische und rechtsextremistische Stimmen laut. Der „Deutsche Tag“ in Coburg ist ein Beispiel dafür: Adolf Hitler tritt mit ca. 800 SA-Mitgliedern gewaltsam in Coburg auf. Der letzte Herzog, Carl Eduard, ist Ehrengast des Begrüßungs- und Festabends und lernt Hitler dort persönlich kennen. Nach den ersten Wahlerfolgen der NSDAP in Coburg im Jahr 1929 unterstützte er die Partei offen. Am 1. Mai 1933 tritt er in die NSDAP ein und erhält in der Folge viele Ehrenämter innerhalb der Partei und ihren Gremien.
1929   Die NSDAP erringt nach den Stadtratswahlen zum ersten Mal in Deutschland eine absolute Mehrheit in einem Stadtrat.
1931   Franz Schwede wird in Coburg erster nationalsozialistischer Oberbürgermeister in Deutschland.
1941/1942   Ab 27. November 1941 Deportation der verbliebenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger in mehreren Transporten nach Riga, Lublin und Theresienstadt. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Deportierten ermordet.
1945   11. April Besetzung Coburgs durch US-Armee.
    Zeitgeschichte
1951-1998   Coburg wird Standort des Bundesgrenzschutzes (BGS).
1973   Öffnung des Grenzüberganges zur Deutschen Demokratischen Republik in Rottenbach. Der dort erhaltene Grenzturm Eisfeld-Rottenbach kann besichtigt werden und informiert über die Zeit der Teilung und das Leben an der Grenze.
1977   Der Coburger Glaspreis wird zum ersten Mal verliehen. Der europaweite Wettbewerb ist das wichtigste Ereignis für zeitgenössisches Glas und zeigt aktuelle Werke von Künstlern, die mit dem Material Glas arbeiten. Die Präsentationen der Glaspreise bilden heute den Kern der Ausstellung des Glasmuseums (s. 2008).
1987   Das Coburger Puppenmuseum wird in der Rückertstraße 2-3 in privater Initiative gegründet; seit 2007 befindet es sich in städtischer Trägerschaft.
1989   Die Die Grenzen der DDR fallen am 9. November; Coburg gelangt dadurch aus einer Randlage im einstigen Zonenrandgebiet mitten ins Zentrum des vereinigten Deutschland.
1990   Nach aufwendigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wird Schloss Rosenau bei Rödental für Besucher geöffnet. Der inmitten eines Landschaftsgartens malerisch gelegene Geburtsort Prinz Alberts kann im Rahmen einer Schlossführung besichtigt werden.
1992   Das erste „Samba-Festival“ findet in Coburg statt. In den Folgejahren entwickelt sich die Veranstaltung zur größten dieser Art außerhalb Brasiliens.
1997   3. Juni bis 28. September 1997: Unter dem Titel "Ein Herzogtum und viele Kronen - Coburg in Bayern und Europa" findet die Bayerische Landesausstellung statt.
2001
  Die Bärenbastei der Veste Coburg wird für Besucher geöffnet.
Die Veste Coburg kann besichtigt werden. Unter anderem sind hier die Kunstsammlungen der Coburger Herzöge und das Luther-Zimmer zu sehen.
2005
  Coburg wird „Europastadt“; Neugestaltung des Coburger Markplatzes.
2008
  Das Europäische Museum für Modernes Glas in Rödental eröffnet. Es ist gegenüber der Orangerie von Schloss Rosenau zu finden und zeigt künstlerisch gestaltetes Gebrauchsglas und Objekte ebenso wie Skulpturen und Installationen aus Glas.
2009
  Verlegung der ersten „Stolpersteine wider das Vergessen“ in der Stadt Coburg. Sie erinnern an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur. Ihre Biographien sind im digitalen Stadtgedächtnis nachlesbar.
2017
  9. Mai bis 5. November: Unter dem Titel „Ritter, Bauern, Lutheraner“ findet im Jahr des Reformationsjubiläums die Bayerische Landesausstellung in Coburg statt.

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